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05.05.2019

Antrag für den Schutz des Grünzugs Leonding – St. Isidor in der Landesregierung

geschrieben von Grüne Leonding

Die Umwidmung des regionalen Grünzugs Leonding – St. Isidor wird aus naturschutzfachlicher, stadtökologischer Sicht und auch klimabedingt sehr kritisch betrachtet und von Umweltlandesrat Anschober daher abgelehnt. Anschober hat aus diesem Grund bereits bei der vom damaligen Wirtschaftslandesrat beantragten Abänderung des Raumordnungsprogrammes dagegen gestimmt. Denn der Grünzug ist eine wichtige Durchlüftungsschneise für die Stadt Linz und ein wichtiger Grünbereich. Umweltlandesrat Rudi Anschober ist froh über die intensive Diskussion in den letzten Wochen und zeigt sich von der einstimmigen Entscheidung des Leondinger Gemeinderats erfreut, dass die Grünflächen in St. Isidor wieder in den überregionalen Grünzug aufgenommen werden sollen. Anschober beantragt daher in der morgigen Regierungssitzung, die betroffenen Flächen bei der nächsten Überarbeitung des regionalen Raumordnungsprogramms wieder als regionale Grünzone aufzunehmen.

„Die Erhaltung der Grünzüge hat großen Stellenwert. Täglich werden in Oberösterreich 21.000 Quadratmeter Boden in Siedlungs-, Verkehrs- und Geschäftsflächen umgewidmet. 42 Prozent dieser Fläche oder 8820 Quadratmeter werden im Durchschnitt versiegelt oder überbaut und damit der Boden zerstört. Der Grünzug in Leonding ist eine wichtige Durchlüftungsschneise für die Stadt Linz und darf nicht verbaut werden.“

Ein Gutachten zur Bodenqualität kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Bodenfunktionen des Grundstücks zeigen alle, dass es sich um einen besonders hochwertigen fruchtbaren Boden handelt. Der Boden in St. Isidor würde sich nach einer Bodenfunktionsbewertung sogar für eine Ausweisung als „Landschaftliche Vorrangzone Bodenschutz“ eignen. Bei den Parametern „Natürliche Bodenfruchtbarkeit“ und „Schadstofffilterung und Puffer“ wird die höchste Leistungsstufe erreicht. Die Fähigkeit des Bodens zur Wasserabflussregulierung liegt knapp unter dem Höchstwert.

Für die morgige Regierungssitzung erhofft sich Anschober, dass eine Mehrheit der Landesregierung dem frisch bekundeten Willen der Stadt folgt und den Antrag beschließt.

„Bodenspekulation und maßloses Zubetonieren stoppen - dafür Verdichtung dort, wo es Sinn macht. Das Leonding von morgen muss grün und lebenswert bleiben!“

Hintergrundwissen: der Leondinger Grünzug

Der Leondinger Grünzug wurde ab 1979 geschaffen, damals hauptsächlich wegen der stark belasteten Linzer Luft und um die Ortsteile voneinander abzugrenzen. Es gibt drei Arten von Grünzug:

GRÜNZUG IN DER GEFAHRENZONE DER WILDBACHVERBAUUUNG

Das ist in Leonding ein kleiner Bereich des Zaubertalbaches.

GRÜNZUG ALS STÄDTISCHER BELÜFTUNGSKORRIDOR

Während sich die Luftverschmutzung durch die Linzer Industrie verbessert hat, verschlechtert sich gerade die Verkehrssituation in und um Linz. Einen Teil der Abgase der täglichen im Stau stehenden Autos bekommt Leonding ab.

GRÜNZUG ZUR NAHERHOLUNG UND SIEDLUNGSGLIEDERUNG

Früh zeichnete sich die rasante Entwicklung der Bevölkerungszahl Leondings ab, daher wurde schon 1979 die Turmlinie als Naherholungsgebiet festgelegt. Hier geht es auch darum, die Leondinger Stadtteile voneinander abzugrenzen und Tier- und Pflanzenwelt zu schützen.

 

 

Die Obstgärten in St. Isidor:

 

Dein Ansprechpartner zu diesem Thema

Sven Schwerer


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