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01.08.2014

Alte Bäume in der Wohnsiedlung Holzheimer Straße

geschrieben von Johann Katstaller

In der Holzheimer Straße im Leondinger Stadtteil Berg beschatten noch einige prächtige, alte Bäume verschiedene Wohnhäuser. Vor Jahren mussten eine Reihe von Bäumen weichen, weil sie Gebäuden – den Garagen – zu nahe gekommen sind und dabei waren, diese zu schädigen. Das haben natürlich einige Bewohner stark im Gedächtnis.

Die angesprochenen Bäume wurde vor Jahrzehnten von Bewohnern der Anlage gepflanzt und sind diesen ans Herz gewachsen, sie sind irgendwie Familienmit- glieder. Nicht umsonst spricht man oft von „Bruder Baum“. Über die Vorzüge der Beschattung, Staub- und Lärmschutz eines Baumes müssen wir nicht näher eingehen.

In einem längeren, in sehr freundlicher Atmosphäre geführten Gespräch mit Herrn Mag. Handl von der Hausverwaltung GSA konnten wir feststellen, dass von dieser Seite sehr großes Interesse besteht, möglichst viel Grün bei den Häuser zu haben und den bestehenden Bäumen viel Sympathie entgegengebracht wird. In einer Eigentümerversammlung vom Mai 2013 haben sich alle Eigentümer für die Entfernung der angesprochenen Bäume ausgesprochen. Dass das bisher nicht geschehen ist, ist eben der Tatsache zu verdanken, dass die Hausverwaltung nach Möglichkeiten gesucht hat, die Bäume doch noch zu erhalten. Mit einer überfallsartigen Rodung der Bäume muss also nicht gerechnet werden. Die Hausverwaltung hat aber auch ihre Zwänge. Sie will einerseits – wie schon angeführt – möglichst viel Grünes erhalten, ist aber auch für den Zustand der Gebäude und der Sicherheit der Bewohner verantwortlich. Man kann die Tatsache nicht wegdiskutieren, dass die Bäume inzwischen zu nahe an die Gebäude herangewachsen sind, dass die Wurzeln vermutlich schon an die Fundamente der Häuser heranreichen und die Bäume leider auch schon zu viel Schatten werfen.

Wenn nicht jetzt, so wird man doch in absehbarer Zukunft daran gehen müssen, die Bäume zu entfernen, denn irgendwann kann ein starker Wind oder ein Schädlingsbefall die Bäume schädigen, sodass deren Standhaftigkeit nicht mehr gewährleistet ist. Das ist leider traurige Tatsache, der wir uns stellen müssen. Die Hausverwaltung hat im Falle der Entfernung eine großzügige Neubepflanzung mit Gehölz angeboten, das eine Höhe bis maximal drei Metern erreicht. Zusätzlich hat Herr Mag. Handl angeboten, dass die Eigentümer selbst die Bepflanzung wählen können. Sie können sich also auf Immergrünes, Blühendes usw. einigen.

Eines ist aber klar, es muss schon was Schönes nachfolgen, mehr als ein einziger „Alibi“ Strauch.

Wir Grüne sind durch unsere Einstellung grundsätzlich gegen Baumfällungen und Entfernung von Pflanzen. Wir sind aber keine Tagträumer und können uns der Realität nicht verschließen. Wir vertreten aber vehement die Ansicht, dass auf jeden Fall sinnvoll nachgepflanzt werden muss.

Dein Ansprechpartner zu diesem Thema

Johann Katstaller


Stadtteil  Haag
Beruf  Bilanzbuchhalter, EDV-Kaufmann
Telefon  0664 / 544 33 71
E-Mail  johann.katstaller@gruene.at