Aktuelles aus dem Gemeinderat: November 2017 Teaser Image

Vorerst keine Bürgersolarkraftwerke in Leonding.   

16.11.2017

Aktuelles aus dem Gemeinderat: November 2017

geschrieben von Lukas Linemayr

Über 200.000 kWh Strom könnte in Zukunft auf den Dächern von gemeindeeigenen Gebäuden in Leonding erzeugt werden. Unser Vorschlag, wie bereits in vielen anderen Gemeinden Österreichs üblich, über ein Bürgerbeteiligungsmodell Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Dächern zu errichten, wurde nicht angenommen.

Außerdem: die endlose Geschichte rund um die Leondinger Buschenschank hat ein neues (und hoffentlich letztes) Kapitel. Und auch weiterhin wird es keine öffentlichen WLAN-Hotspots in Leonding geben.

Keine Bürgerkraftwerke für Leonding

Das Konzept von Bürgerkraftwerken ist schnell erklärt: Jemand stellt eine Dachfläche zur Verfügung, darauf werden Photovoltaik-Anlagen errichtet und Bürgerinnen und Bürger können sich durch ein Investment an der Errichtung beteiligen - und bekommen einen entsprechenden Zinszahlung dafür. Die Kosten der Gemeinde, die die Dachflächen zur Verfügung stellt, sind dabei überschaubar bis kaum vorhanden. Zum Start wurden folgende Flächen vorgeschlagen:

  1. Kindergarten Doppl-Hart: 25 kWp
  2. Kindergarten Hainzenbachstraße: 40 kWp
  3. Volksschule Doppl-Hart: 40 kWp
  4. Schulzentrum Hart: 100 kWp
  5. Rathaus Leonding: 40 kWp

Insgesamt könnten allein mit diesen Flächen ca. 230.000 kWh im Jahr erzeugt werden.

Unser Vorschlag, mit dem Mühlviertler Unternehmen Helios Sonnenstrom, das schon viele derartigen Projekte umgesetzt hat, einen möglichen Vertrag auszuhandeln, wurde von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Neos zurück in den Ausschuss geschoben.

„Leonding hat hier eine große Chance verpasst. Wir sind beim Klimaschutz bestenfalls Mitläufer. Mit "Wir sind eh für Photovoltaik, aber" und "... unausgegoren... " sind praktisch alle Anträge leicht abzulehnen. Ein schwarzer Tag für den Klimaschutz in Leonding.“

Zukunft der Buschenschank Leonding

Die Auseinandersetzung um die zukünftige Nutzung der Buschenschank hat ein Ende gefunden! Durch eine Sonderwidmung ermöglicht die Gemeinde, dass der Betrieb auch als Gastgewerbe geführt werden darf, die Käuferin verpflichtet sich im Gegenzug bis 2034 die derzeitige Betriebsform beizubehalten. Somit ist gewährleistet, dass an diesem wunderschönen Platz weiterhin die Buschenschank bestehen bleibt, ohne dass die Gemeinde die Liegenschaft kaufen muss.

WLAN-freie Zone Leonding?

Bild

Auch ohne eingezeichneter Gemeindegrenze gut sichtbar: Der Unterschied zwischen Leonding und Linz.

Bereits im Mai 2016 wurde unsere Gemeinderatsantrag angenommen, neben dem einzigen existierenden WLAN-Hotspot am Stadtplatz weitere WLAN-Hotspots einzurichten. Kurz danach wurde im Leondinger Freibad ein zweiter Hotspot aktiviert, dieser funktionierte allerdings nur für kurze Zeit. Weitere Hotspots wurden nicht eingerichtet. In Linz existieren aktuell über 200 kostenlos benutzbare WLAN-Hotspots. 

WLAN-Hotspots sind mittlerweile ganz normaler Teil einer modernen städtischen Infrastruktur. Sie werten den öffentlichen Raum auf und laden zum Verweilen ein. Nicht zu vergessen ist auch der soziale Aspekt: nicht jeder kann oder will sich einen teuren Handyvertrag mit Datenflatrate leisten. Dadurch sind viele Menschen auf öffentliche Angebote angewiesen.

Wir haben erneut nachgefragt und eine schriftliche Anfrage an den Bürgermeister gestellt.
Die Antwort: "Es sind nach wie vor sicherheitsrelevante Probleme vorhanden. (...)"

(wir schreiben das Jahr 2017)

Weitere Kurzmeldungen

Bild

Das alte "Fischbratstandl" in Leonding-Nord

  • In der Holzheimer Straße im Norden Leondings wird entlang des neu errichteten Kindergarten Bergs eine 30 km/h-Zone eingeführt.
  • Die Gebühren und Gemeindesteuern wurden für 2018 laut Inflation angepasst.
  • Der "Fischbratstand" in der Nähe des Stadtmuseums / 9er-Turm steht seit Jahren leer, ist bautechnisch in einem schlechten Zustand und soll nun abgerissen werden.